Über das Projekt
Hallo,
Ich bin Schülerin des St. Ursula Gymnasiums Freiburg und gehe in die elfte Klasse. Ich habe mich dazu entschieden den Seminarkurs „900 Jahre Freiburg“ zu belegen. Unser Projekt bestand daraus, dass wir neun Figuren aus der Freiburger Stadtgeschichte bauten, um so einen Beitrag für die 900jährige Jubiläumsfreier der Stadt zu leisten. Bei der Auswahl der Figuren waren wir sehr frei und so entschied sich jeder für eine Figur. Einige von uns wählten eine reale, historische Person und andere entschieden sich für eine fiktive Person, zum Beispiel aus einer bestimmten Berufsgruppe. Ohne extra darauf zu achten deckten unsere Figuren fast jedes der Jahrhunderte ab.
Bei unserem Projekt war es sehr wichtig, dass wir bei allen Infos über die Personen so historisch genau wie möglich arbeiteten. Allerdings ist uns allen bewusst, dass uns natürlich auch Fehler unterlaufen können, doch wir versuchen diese so gut es geht zu vermeiden.
Wir stellten die Figuren mit Hilfe von der Künstlerin Daniela Häbig aus Hasendraht her. Diesen bedeckten wir mit einer Pappmaschee Schicht und füllten die Figur anschließend mit Bauschaum. Die Figuren sind mit Acrylfarbe bemalt und anschließend mit Bootslack wetterfest gemacht worden.
Wir haben unserem Projekt den neuen Namen „Du bist die 10! Und wer war vor dir da?“gegeben, um von der typischen „neun“ in Bezug auf das Stadtjubiläum wegzukommen. Mit dieser Aussage wollten wir die Aufmerksamkeit der Leser wecken und an die bedeutenden Persönlichkeiten aus unserer Vergangenheit erinnern, aber auch darauf hindeuten, dass wir alle auch heute das Stadtbild prägen und das man in Zukunft vielleicht über uns sprechen wird.
Wir haben uns bewusst überlegt den Figuren kein Gesicht zu geben, da wir dies nicht unbedingt historisch genau hätten malen können. Außerdem wollten wir so dem Betrachter die Möglichkeit geben, sich ein individuelles Bild der Person zu machen und ihm damit keine bestimmte Vorstellung aufzudrängen.
Wir haben gegen Ende des Projektes überlegt, wie wir unsere Figuren miteinander verbinden könnten, so dass eine gewisse Gemeinsamkeit zwischen diesen entsteht, auch wenn nicht alle Figuren an einem Platz stehen. Wir einigten uns auf Gegenstände, welche die Figuren besitzt und die dann auf ein wenig veränderte Art an andere Figuren weiterwandern sollten. Mein Bächleputzer beispielsweise fand bei der Arbeit einmal eine wertvolle silberne Kette, welcher er seiner Frau zur Hochzeit schenkte. Die Kette hat zuvor der zum Tode verurteilten Catharina Stadelmenin gehört, welche diese auf dem Weg in ihren Tod verloren hatte. Die Frau des Bächleputzers verkaufte die Kette nach seinem Tod, um das überleben der Familie zu sichern, damit wechselte die Kette ihren Besitzer…
Wir hatten während unseres Projekts mit den Folgen von Corona zu kämpfen, da wir in dieser Zeit keine Möglichkeit hatten, an de Figuren weiterzuarbeiten. Allergings wollten wir trotz allem an unserem vorgesehenen Ausstellungstermin am 1. Juli festhalten. Sobald wir in der Schule wieder weiter arbeiten konnten taten wir alles in unserer Macht Stehende um die Figuren fertig zu stellen. Wir legten mehrere Sonderschichten ein, um unser Projekt doch noch rechtzeitig fertig zu bekommen.
Wir hoffen sie für unser Projekt begeistern zu können und wir hoffen, dass wir ihr Interesse an der Freiburger Stadtgeschichte wecken konnten. Frau Häbig.